Weihnachtsbrief 2011
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Weihnachtsbrief der Römisch-Katholischen Pfarrei Mariä Himmelfahrt Leutersdorf
Impressum: Katholische Pfarrei "Mariä
Himmelfahrt" Leutersdorf,
Aloys-Scholze-Str. 4; Tel.:
03586/386250; FAX.: 03586/408534; E-Mail: Kath_Pfarramt_Leutersdorf@live.de Homepage: www.katholische-pfarrei-leutersdorf.de Bankverbindung:
SPK Oberlausitz/Niederschlesien Kto.Nr.: 3000027040; BLZ 85050100 |
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Liebe
Gemeinde, es ist schon ein
etwas merkwürdiges Bild, finden Sie nicht auch? Nicht wie gewohnt, die Könige
auf dem Weg zur Krippe, oder vor dem Kind kniend, sondern bereits auf dem
Heimweg. Wer waren diese geheimnisvollen Männer überhaupt, diese „magoi“ (so die Bezeichnung im Originaltext)? Sicher keine
Könige, am ehesten babylonische Gelehrte, eine Mischung aus Astronomen,
Astrologen, Mathematikern und Geschichtswissenschaftlern, die auch Dienst im
Tempel ihres Gottes taten. Diese Männer entdecken bei ihren Sternbeobachtungen
und -berechnungen eine ganz unglaubliche Konstellation der Planeten, ein
Jahrtausendereignis. Für sie ein Zeichen des Himmels dafür, dass sich auf der
Erde genauso ein ungewöhnliches Ereignis abspielt – die Geburt eines großen
und mächtigen Königs. Von den in Babylon lebenden Juden erfahren sie, dass
diese auf die Ankunft des Messias, des Retters für ihr Volk, warten. Ganz
klar – das ist es, was die Sterne verkünden, da wollen sie dabei sein, das
wollen sie live erleben, nicht nur als Zuschauer von Ferne. Sie machen sich
auf den Weg nach Judäa und werden erst mal bitter enttäuscht. In Jerusalem
finden sie einen Tyrannen, der keineswegs die Geburt eines Nachfolgers
feiert. Im Gegenteil, Herodes hat mehr als einmal ein Blutbad angerichtet,
als er sich in seiner Macht bedroht fühlte und dabei auch seine Frauen und
Kinder nicht verschont. Die Menschen von Jerusalem erschrecken, als sie von
einem neuen König hören, fürchten sie doch ein neues Blutvergießen. Den Gelehrten
dürfte ziemlich schnell klar geworden sein, dass sie hier nicht nur falsch
sind, sondern dass auch ihr Leben am seidenen Faden hängt. Trotzdem, als sie
den Hinweis auf Betlehem erhalten, gehen sie weiter. Und sie erleben das von
ihnen vorausberechnete Himmelsschauspiel, sie sehen den Stern, der deutlich
auf den Stall weist. Und sie glauben ihm, auch wenn dort eine ganz
gewöhnliche junge Familie wohnt, der Vater ein einfacher Handwerker, vor kurzem
erst zurück nach Betlehem gekommen. Sie knien vor dem
Kind nieder und geben ihm ihre Geschenke. Dann machen sie sich auf den
Heimweg, nachts, heimlich und unauffällig, damit Herodes sie nicht entdeckt. Zwei Dinge nehmen
sie mit, so jedenfalls hat es der Künstler auf dem Bild dargestellt. Zum einen,
den Lichtstrahl des Sternes, der durch die Krippe noch um ein vielfaches
verstärkt wird. Zum zweiten die Königskronen. Es hat nicht sehr
lange gedauert bis im Volksglauben aus den „magoi“ Könige wurden, vielleicht zu recht? Für die meisten
von uns war die erste Begegnung mit diesem Kind ihre Taufe. Und dabei sind
wir mit Chrisam zu Königen und Priestern gesalbt worden. Auch uns ist die
Königswürde verliehen. Da ist es wohl gerechtfertigt, die Männer, die als
Erste einen weiten Weg zurückgelegt haben, um dem Messias zu begegnen, als
Könige zu bezeichnen. Es ist Advent, die
Zeit, in der wir uns wieder auf Weihnachten, auf die Ankunft des Messias vorbereiten.
Welche Prioritäten wir dabei setzen, ob es eine Zeit der Besinnung oder eine
Zeit der Hektik ist, bleibt die Entscheidung jedes Einzelnen. Bitte vergessen
Sie nicht, neben dem Hausputz, dem Entstauben der Krippenfiguren und Christbaumkugeln
auch ihre Königskrone zu polieren, damit an Weihnachten sich der Lichtstrahl
des Sternes darin spiegeln kann. Eine gesegnete
Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Andrzej Glombitza |
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